Was kann man präsentieren wie ein Fußballspiel? Eine Statistik über Fertilität.

Es ist eine Zufallsentdeckung, die ich da gemacht habe.
In einem Interview mit Altbundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel habe ich den Namen des schwedischen Mediziners und Statistikers Hans Rosling gelesen. Neugierig geworden, habe ich nachgeforscht.

Wie es beim Surfen so ist, klicke ich auf ein Video, das Prof. Rosling bei einem TED-Vortrag zeigt. Es geht um Statistiken und Daten. Klingt öde. Ist es aber nicht.
Warum nicht?

Er präsentiert sie nicht in der üblichen üblen PowerPoint Variante, wie sie alle Mitarbeiter, Manager und Vorstände von Konzern-, NGO-, Uni- und ähnlichen Biotopen unzählige Male über sich ergehen lassen müssen.

Er macht das ganz, ganz anders. Ich schreibe jetzt bewußt keine genaue Analyse. Ich will Sie das selber entdecken lassen. Sie werden schon nach den ersten fünf Minuten erkennen, was da ganz anders ist als sonst.

Daß das im grauen Alltag nicht immer und in jedem Meeting so gehen kann, liegt schon aus Zeitgründen auf der Hand. Nicht immer heißt aber: sehr wohl manchmal.

Besonders dann, wenn es um etwas Besonderes oder um einen besonderen Anlaß und besondere Zuhörer geht, lohnt sich die Zeitinvestition in die Rosling-Präsentationsmethode.

Mit diesem Video will ich Sie anspornen und ermutigen, Ihren Präsentationen auch eine Geschichte zu geben und diese Geschichte dann auch wirklich gut zu erzählen. Denn in jeder Präsentation, auch bei ödest aussehenden Zahlentabellen, geht es ja immer darum, daß da etwas geschehen ist, weil da jemand etwas getan hat, worüber man – neudeutsch – reportet.

Darf ich Sie einmal in Ihrer Kreativität für eine Präsentation unterstützen? Ich tue das sehr gerne. Der Applaus wird Ihnen gehören. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!! Sie sind willkommen.

Nun draufklicken, zurücklehnen und genießen!

Wichtiger Hinweis für meine neuen Leser: Reden werden hier nie aus weltanschaulichen, sondern ausschließlich aus rhetorischen Gründen vorgestellt.
 
Anmerkungen:

  1. Natürlich ist bei dieser Videoaufnahme aus 2006 (14 Jahre her) davon abzusehen, daß wir die Präsentationsoberfläche nicht im selben guten Blickwinkel sehen wie die Zuhörer dort und auch davon, daß es hier nicht um Lehre geht (dafür viel zu temporeich, sprunghaft und komprimiert). Hier geht es lediglich um das Vermitteln eines ganz neuen Blickwinkels auf die gängigen Klischees, die wir in bezug auf Entwicklungsländer haben. Es hat dort im Anschluß auch die Möglichkeit der Debatte gegeben.

  2. Im Video oben haben Sie den Hinweis auf gapminder.org gesehen. Da gibt es eine sehr spannende Doku namens The Joy of Stats von Hans Rosling zu sehen.